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Großfahrt Norwegen 2015

Der Norden rief uns wiederzukommen! Nach der Großfahrt in Schweden 2011 würden wir dieses Jahr wieder in den Norden fahren. Aber dieses Jahr nach Norwegen. Am frühen Morgen am ersten Samstag in den Sommerferien 2015, trafen wir uns am Marburger Bahnhof um unsere Reise in den Norden anzutreten. Die fünfzehn Leute aus Marburg trafen im Zug nach Kassel auf die Gruppe aus Frankfurt, bestehend aus ungefähr zehn Pfadfindern. Die nächsten 34 Stunden verbrachten wir in verschiedenen Zügen, auf der Fähre und im Bus zu, um letztendlich unser Ziel zu erreichen: die kleine Hütte am Flekkeren, einem See in der Nähe der südnorwegischen Stadt Skien. Dort wurde nach der langen Reise nur noch gegessen und die Zelte aufgebaut. Dann fielen alle müde, aber glücklich endlich am Ziel zu sein in die Schlafsäcke. Am nächsten Tag musste alles aufgebaut werden, was wir in den nächsten Tagen in unserem Pfadfinderlager so alles benötigen würden und das ist einiges: Tische zum Kochen und Essen, ein großes Zelt für die gemeinsamen Abende, ein Fahnenmast, ein Altar… und die Stangen mussten unter Anleitung des norwegischen Försters noch geschlagen werden. Der ganze Tag stand also unter dem Eindruck von vielen Pfadfindern, die geschäftig hin und her liefen, bauten, sägten und versuchten ihr zu Hause für die nächsten zwei Wochen so schön wie möglich zu gestalten. Der Abend war nach dem anstrengenden ersten Tag kurz. Nach dem Kochen und Essen wurden noch einige Lieder gesungen und es ging schnell in die Zelte.
Am nächsten Tag wurde der Aufbau vollendet, als alles zu Zufriedenheit stand, wurden am Nachmittag musische AG´s angeboten und alle konnten beim Basteln etwas zur Ruhe kommen und sich außerdem vor dem Regen ins Trockene zurückziehen. Der nächste Tag war weiterhin geprägt von etwas regnerischem Wetter. Das Highlight des nächsten Tages war die AG Rettungsschwimmen. Anlässlich des Sees direkt neben uns, hat eine der Pfadfinderinnen mit einem Rettungsschein uns anderen ein paar Kniffs im Rettungsschwimmen beigebracht. Für besonderen Spaß hat die doch sehr kühle Praxis im See gesorgt, allerdings hat es keiner lange ausgehalten.
Am folgenden Tag stand die Erkundung der naheliegenden Stadt Skien an. Die kleine Hauptstadt der norwegischen Region Telemark steht ganz im Zeichen von Henrik Ibsen, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Auf dessen Spuren waren die Jungen und Mädchen in der Stadt unterwegs und haben verschiedene Aufgaben mit Hilfe der Bewohner gelöst.
Mit der Rückkehr der Sonne am nächsten Tag konnten wir endlich ein lange geplantes Projekt umsetzen, nämlich unsere eigenen Flöße zu bauen und auf denen den See zu entdecken. Nach der Bauzeit von etwa zwei Stunden waren alle soweit und konnten in See stechen.
Der Nachmittag stand im Zeichen der Wikinger. Verschiedene Aufgaben mussten bei Personen der Wikingergemeinde gelöst werden um den Hammer des Thors zu finden. Thor konnte wieder zufrieden gestellt werden und es gab Kekse als Belohnungsmahl. Am Abend stand ein Quiz über Norwegen an. Nach einer Woche in diesem Land und einer guten Vorbereitung konnten die Fragen über die norwegische Geschichte, Politik, Kultur und Geographie gut beantwortet werden.
Am Samstag haben wir auf dem Lager unseren eigenen Jahrmarkt aufgebaut. Jede Gruppe hat mehrere Attraktionen aufgebaut, die älteren haben für das Essen gesorgt. Mit eigener Währung ausgestattet, konnte man die Attraktionen der anderen besuchen oder sich etwas zu Essen kaufen. Kulinarisch ging es an diesem Nachmittag mit dem Kochwettstreit weiter. Jede Gruppe bereitete eine norwegische Vor-, Haupt- und Nachspeise vor. Nachdem die Jury das Essen bewertet hatte, konnten sich alle an den vorzüglichen Speisen satt essen.
Die zweite Woche stand unter dem Stichwort „Der kleine Hobbit“. Der Roman von J.R.R. Tolkien würde die Grundlage für das Programm der nächsten Tage sein. Am Sonntag begannen wir so langsam damit zusammenzupacken, um die nächsten Tage wandern zu gehen. Zur Einstimmung auf den kleinen Hobbit bereitete jede Gruppe ein fiktives Theater zur Geschichte des kleinen Hobbits vor. Das Buch hatten wir vorher gemeinsam gelesen. Am Abend wurden die Szenen vor allen vorgeführt.
Am nächsten Morgen begann der Hajk. Die nächsten drei Tage wanderten wir in ziemlicher Einsamkeit und durch die ungestörte Natur der norwegsichen Fjells. Für die Jüngeren waren zwischendurch immer wieder Spielposten vorbereitet. Verschiedene Szenen aus dem „kleinen Hobbit“ wurden nachgestellt. Zum Beispiel musste man sich bei den Trollen die Essensvorräte für die nächsten Tage erobern oder Gollums Rätsel lösen. Die Zelte konnte man jede Nacht bei den Elben oder bei einem freundlichen Bärenmenschen aufstellen.
Beendet wurde diese Themenwoche von einem großen Geländespiel. Wieder zurück auf dem Lagerplatz musste der lange verschollene Schatz der Zwerge gefunden werden, dabei konnte man auf die Hilfe verschiedener Charaktere zählen. Aber auch einen Überfall der bösen Orks abwehren. Der Schatz der Zwerge enthielt die Lebensmittel für das große Abschiedsessen. Alle kochten einen Teil und so gab es am vorletzten ein leckeres mehrgängiges Essen an dem alle mitwirken konnten.
Am letzten Tag taten wir vor allem eins nämlich putzen und aufräumen. Der Pfadfindergründer Baden-Powell sagte, dass man die Welt ein bisschen besser hinterlassen sollte als man sie vorgefunden habe. Getreu diesem Motto legten wir uns alle ins Zeug den Platz wieder so herstellen wie er vorher und das Haus noch ein bisschen sauberer zu machen. So endete der letzte Tag und am nächsten Tag ging es früh morgens wieder auf die Fähre Richtung Dänemark und von dort aus mit dem Zug wieder nach Hause.
Nach diesen zwei aufregenden Wochen kamen alle glücklich, aber auch etwas müde und reicher an Erfahrungen wieder bei ihren Eltern an.


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