Rover

Wenn ein Pfadfinder etwa zwischen 16 und 18 Jahren alt ist, entschließt er oder sie sich, dass es Zeit wird, die Sippe zu verlassen und erwachsen zu werden. Dann tritt er oder sie in die Gemeinschaft der Rover über und wird in einer Horte aufgenommen. Dort geht es dann vor allem um die Festigung des Charakters, die Gemeinschaft und den Dienst. Charakterbildung geschieht zum einen über die Auseinandersetzung mit uns betreffenden Themen - das auch im Dialog mit den anderen Hortenmitgliedern - , zum anderen über die Auseinadersetzung mit dem eigenen Glauben. Außerdem erkennen Rover, dass das größte Glück der Dienst ist. Sie dienen zum einen sich selbst, indem sie sich um bestmögliche Gesundheit und einen guten Job bemühen, der ihr Leben erfüllt. Dann verpflichten sie sich noch zum Dienst gegenüber den Pfadfindern, oft auch als aktives Mitglied der Führung, das dann die Aktionen der Wölflinge und Pfadfinder plant und durchführt. So oder so sind Rover eine Stütze des Bundes. Man kann sie jederzeit um Hilfe bitten und sie teilen ihre Erfahrung mit den anderen gerne. Sie stehen den anderen sowohl beratend als auch handelnd zur Seite. Schließlich setzen Rover sich noch in der Gemeinde und der Gesellschaft überall ein wo sie können. Um diesen Dienst leisten zu können, treffen sich die Rover einer Horte regelmäßig und erlernen neue Techniken oder vertiefen bereits bestehende Kenntnisse, die sie auf den Dienst vorbereiten. Der Dienst ist also elementarer Bestandteil des Hortenlebens, aber nicht der einzige.
Wenn Rover sich treffen, dann gehen sie gemeinsam auf Fahrt, sie singen gemeinsam, führen tiefsinnige Gespräche oder hitzige Diskussionen und stehen sich auch in den schwierigsten Situationen bei, sowohl auf Fahrt als auch im Alltagsleben. Die Fahrt ist also eine Herausforderung, an der die Horte wächst. Hier, wie im gesamten Hortenleben, zählen Toleranz, Freundschaft und Kameradschaft. Durch das Sammeln neuer Erfahrungen und das Erlernen neuer Fähigkeiten, erfährt der oder die Einzelne Anerkennung und lernt, überlegt und selbstbeherrscht nach unserem Pfadfindergesetz zu handeln. Die größte Fahrt der Rover ist die mehrwöchige Auslandsgroßfahrt. Der Rucksack wird gepackt, mit dem Nötigsten was man braucht und so das fremde Land erwandert, die fremde Kultur kennengelernt und die Freundschaft vertieft. Wer gemeinsam auf Großfahrt war, den bringt so schnell nichts mehr auseinander.